Tag Archives: Magazin

Medien in Belarus: Magazine

Medien in Belarus: Magazine

Nachdem ich vor zwei Monaten schon belarussische Tageszeitungen vorgestellt habe (Teil 1, 2), will ich nun zwei Magazine vorstellen, die es nur in Belarus gibt und kein Ableger vom russischen Original sind. Viele der Magazine die es in Belarus zu kaufen gibt, kommen eigentlich aus Russland.

Большой

Das mir vorliegende Exemplar ist die Ausgabe vom Oktober 2012. Auf dem Titel befindet sich nichts außer eine Zeichnung von Michael Jackson als er noch jung war und schwarze Haut hatte. Das Bolschoi Magazin versteht sich als Stadtmagazin für Minsk. Seine Zielgruppe sind gebildete Bürger die sich Luxusartikel leisten können. Ähnlich wie in deutschen Lifestylemagazinen gibt es hier Werbung für teure Autos, Parfüm, Uhren und andere Luxusartikel. Die Artikel sind in russischer Sprache geschrieben.

Zu Beginn sind einige kurze gekaufte Reklame-Artikel, die leider auch nicht als Werbung gekennzeichnet sind. Aber dieses Problem gibt es in Deutschland ja auch bei vielen Lifestyle-Magazinen und besonders bei Stadtmagazinen. Natürlich dürfen auch Seiten mit den neusten Gadgets nicht fehlen. Auch Kolumnen sind im Heft zu finden, sogar sehr weit vorne. Im mittleren Teil des Magazins sind mehrere Interviews, unter anderem mit einem russischen Journalisten, einem iranischen Professor und einem belarussischen Künstler. Danach kommen noch ein paar Seiten über Mode. Ganz am Schluss kommen noch ein paar Seiten, auf denen Menschen in ihren Wohnungen und einige Einrichtungsgegenstände abgebildet sind. Sie erinnern ein wenig an die Bilder von freundevonfreunden.com, nur das es keine Berliner Designer sind, deren Wohnungen gezeigt werden, sondern einfache Menschen aus Minsk.

Insgesamt ist das Magazin vom Design her von ziemlich guter Qualität. Man merkt, dass die Blattmacher sich viele Gedanken über die Gestaltung gemacht haben. Auch die Themenauswahl ist interessant. Das Bolshoi Magazin könnte von der Aufmachung her auch ein deutsches Stadtmagazin sein. Leider habe ich keine bedeutenden innovativen Ansätze finden, sowohl beim Design als auch bei den Themen.

yoga+life

Die mir vorliegende Ausgabe aus dem November 2012 ist 130 Seiten stark, kostet etwa 2,10€ und enthält nur wenige Seiten über Yoga, dafür aber eine Menge über Leben. Im Vergleich zu Magazinen in Deutschland aus dieser Sparte, enthält yoga+life sehr sehr wenig Werbung. Auch deutsche Firmen werben im Magazin, dazu gehören: Audi, VW und Weleda. Zielgruppe dürften Verbraucher zwischen 25 und 50 Jahren sein, die eher vermögend sind, auf eine gesunde Ernährung achten und ein wenig alternativ aber trotzdem chic sind. Neben Yoga-Stellungen gibt es eine Reportage über eine Seifenherstellerin, Kochtipps, eine Reportage aus Nepal mit vielen schönen Fotos und eine Interviewreihe mit Partymenschen. Außerdem gibt es die unvermeidlichen Buch-, Alben- und Filrezensionen im Heft zu finden. Das Design ist sehr übersichtlich und gut. Auf Grund der sehr vielen Fotos lässt sich das Magazin sehr schnell durchblättern. Schade, denn das Magazin hat eigentlich Potenzial vielleicht auch mal eine gute investigative Reportage über das eigene Land aufzunehmen, so wie es Günter Wallraff macht.

Share and Enjoy

  • Facebook
  • Twitter
  • Delicious
  • LinkedIn
  • StumbleUpon
  • Add to favorites
  • Email
  • RSS

Vorbereitungen Teil II

Vorbereitungen Teil II

Neben dem ganzen Prüfungs- und Hausarbeitenstress bereite ich mich auf mein Auslandsjahr in Belarus vor. Um möglichst viel über das Land zu wissen, in das ich mich begebe, lese ich viel Fachliteratur. Passenderweise schreibe ich jetzt auch an einer Hausarbeit über “Die Außenbeziehungen der Republik Belarus zu Russland”.

Doch nicht nur politisch will ich wissen wohin die Reise geht, sondern auch mehr über Land und Leute erfahren. Und wo geht das besser als in einem Magazin das von deutschen, belarussischen und andere europäische Journalisten erstellt wurde.

Gestern ist das vom n-ost Verein verlegte Buch endlich angekommen. Im 116 Seiten starken Magazin berichten Journalisten von belarussischen Smartphone-App-Programmierern, Oppositionellen, Biobauern, den ökonomischen Probleme im Land und wie der Geheimdienst das Web 2.0 benutzt. Das Magazin gibts online kostenlos und als Printversion für 8€ bei Amazon.

Ich kann das Magazin allen Belarus-Interessierten nur empfehlen, die Theme sind sehr verschieden und alle sehr  interessant.

Share and Enjoy

  • Facebook
  • Twitter
  • Delicious
  • LinkedIn
  • StumbleUpon
  • Add to favorites
  • Email
  • RSS