Tag Archives: Couchsurfing

Alleine unter Frauen: Auf einer Baby shower in Helsinki

Alleine unter Frauen: Auf einer Baby shower in Helsinki

Winter in Osteuropa. Das klingt kalt. Ist es auch. Ich hatte jedoch Glück mit den Temperaturen und das kälteste dürften -15°C – -20°C gewesen sein. Um das Baltikum und die Ukraine kennenzulernen, war ich vom 10.1. bis zum 6.2.2012 unterwegs. Was ich auf meiner Reise erlebt habe, könnt ihr in dieser Artikelserie lesen.

Teil 8

Nach meiner lustigen Fahrt von Tallinn nach Helsinki fahre ich vom Hafen mit der Straßenbahn in die Stadt hinein. Meine Couchsurfer-Gastgeberin für die nächsten zwei Nächte heißt Minna und ich treffe sie an einem Kiosk in der U-Bahnstation Sörnäinen. Wir gehen zusammen zu ihrer Wohnung, wo ich mein Gepäck ablade und mich kurz an einer Tasse Tee aufwärme. Auf dem Weg erzählte Minna mir, dass sie zu einer „Baby shower“ von einer guten Freundin eingeladen ist und fragte mich ob ich mitkommen wolle. „Klar!“, sagte ich. Schließlich wusste ich eh nicht was ich am Abend machen solle.
Also gehen wir zu ihrer Freundin, die im gleichen Viertel wohnt. „Das Viertel war früher mal ein Arbeiterviertel“, sagt sie. „Heute leben hier hauptsächlich Studenten und Künstler, nur die Kneipen und Stripclubs sind noch von früher geblieben.“
Auf was ich mich da genau einlasse wusste ich nicht. Von dem Begriff „Baby shower“ hatte ich vorher noch nie gehört. Auf dem Weg erzählt Minna von ihren Protesten bei einem Nato-Gipfel, ich erzähle von den Demonstrationen auf denen ich bisher so war. Schon auf der Couchsurfing-Seite hatten wir darüber kurz geschrieben, ich hatte sie angeschrieben, weil sie in ihrem Profil angab, dass sie politisch interessiert sei. Die Frau die heute die Baby shower veranstaltet, spiele in ihrer Band, sagt Minna. Sie machen hauptsächlich Punk, sind eine reine Frauenband und treten im Sommer sogar in Deutschland auf. An jedem Tag in einer anderen Stadt. Read the rest of this entry

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Vereinigt: Mit vier Europäerinnen in einer Schwulen-Bar in Tallinn

Vereinigt: Mit vier Europäerinnen in einer Schwulen-Bar in Tallinn

Winter in Osteuropa. Das klingt kalt. Ist es auch. Ich hatte jedoch Glück mit den Temperaturen und das kälteste dürften -15°C – -20°C gewesen sein. Um das Baltikum und die Ukraine kennenzulernen, war ich vom 10.1. bis zum 6.2.2012 unterwegs. Was ich auf meiner Reise erlebt habe, könnt ihr in dieser Artikelserie lesen.
Teil 6
Ganz im Norden von Europa von Osteuropa befindet sich ein Land, dass in vielen Dingen einen Schritt voraus ist. Vor allem im IT-Bereich. Es ist quasi das gottgelobte Land für alle Nerds und Geeks. Um dorthin zu kommen, hat mein Couchsurfer-Gastgeberpärchen mir den Reisebus empfohlen. Der sei am billigsten und schnellsten. Ganz einfach und schnell haben wir am Frühstückstisch ein Ticket nach Tallinn im Internet gekauft, Sitzplatz ausgesucht, per Kreditkarte bezahlt und ausgedruckt.
Nachmittags am großen Busterminal muss ich mein übriges lettisches Geld noch in Euros umwechseln, kaufe mir ein Sandwich und eine Sprite und muss dann auch schon zum Bus. Der ist gar nicht so leicht zu finden, so viele Busse stehen hier, fahren los oder kommen an. Ganz am Ende des Bussteiges steht dann meiner, ein gelber Bus der russischen Firma Ecolines, einem der Marktführer in Osteuropa und Russland. Mein Gepäck wird eingescannt, bekommt wie beim Flughafen einen Aufkleber und im Bus selber serviert eine Stewardess Getränke. Doch das beste auf der Fahrt: kostenloses drahtloses Internet. Die Fahrt ist angenehm und ruhig. Obwohl ich heute wenig gemacht habe, bin ich müde vom Tag. Bei meiner Couchsurfer-Gastgeberin, einer Finnin, die direkt im alten Stadtzentrum an der historischen Stadtmauer wohnt, schlafe ich nach dem Duschen sofort ein. Read the rest of this entry

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Gehört: Geschichten aus der Sowjetunion von Romualdas

Gehört: Geschichten aus der Sowjetunion von Romualdas
Mein Couchsurfer-Gastgeber Romualdas am Küchentisch. Foto: Marco Fieber

Mein Couchsurfer-Gastgeber Romualdas am Küchentisch. Foto: Marco Fieber

Winter in Osteuropa. Das klingt kalt. Ist es auch. Ich hatte jedoch Glück mit den Temperaturen und das kälteste dürften -15°C – -20°C gewesen sein. Um das Baltikum und die Ukraine kennenzulernen, war ich vom 10.1. bis zum 6.2.2012 unterwegs. Was ich auf meiner Reise erlebt habe, könnt ihr in dieser Artikelserie lesen.

Teil 3

Nachdem mich meine Mitfahrgelegenheit abgesetzt hat, stehe ich vor dem Haus von Romualdas. Er ist Anfang 60, Rentner und wohnt in einem kleinen Haus etwas außerhalb von Klaipeda in der Nähe vom Meer. Auf der Couchsurfing-Seite hatte ich schon gesehen, dass er sehr viele Gäste zu Besuch hatte, unter anderem einen guten Freund von mir.

Ich klopfe an der Tür. „Komm rein“, ruft eine laute Stimme. Ich öffne die Tür und stehe in einer kleinen Küche. Vor mir sitzt Romualdas an kleinen Küchentisch und raucht gerade eine Zigarette. Langsam steht er auf, stützt sich auf eine Krücke und erzählt, dass er mich schon erwartet habe. Er müsse nur noch schnell das Abendessen aufwärmen. Ich bin zwar nicht sehr hungrig, aber es wäre jetzt sehr unhöflich zu sagen, dass ich jetzt nichts mehr essen wolle. Mein Gepäck solle ich in den hinteren Raum, das Gästezimmer, bringen. Read the rest of this entry

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Getroffen: Die belarussische Opposition an der Dönerbude in Vilnius

Getroffen: Die belarussische Opposition an der Dönerbude in Vilnius
Der Marktplatz von Vilnius. Foto: Jan-Henrik Wiebe

Der Marktplatz von Vilnius. Foto: Jan-Henrik Wiebe

Winter in Osteuropa. Das klingt kalt. Ist es auch. Ich hatte jedoch Glück mit den Temperaturen und das kälteste dürften -15°C – -20°C gewesen sein. Um das Baltikum und die Ukraine kennenzulernen, war ich vom 10.1. bis zum 6.2.2012 unterwegs. Was ich auf meiner Reise erlebt habe, könnt ihr in dieser Artikelserie lesen.

Teil 1

Früh morgens geht es von Minsk nach Vilnius. Die Zugfahrt dauert gerade mal knapp drei Stunden, doch zwischen den beiden Städten scheinen Welten zu liegen. Auf der einen Seite Minsk: Eine eher graue Stadt die im Stalinstil erbaut wurde, in einem Land das als politisch unfrei beschrieben werden könnte, mit seinem langjährigen Präsidenten Alexander Lukaschenko. Das Stadtbild wird von vielen Soldaten und Polizisten geprägt. Die Häuser sind eher hoch und eine wirkliche Altstadt gibt es nicht, denn die Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg fast vollständig von den Deutschen zerstört.

Auf der anderen Seite Vilnius: Die Stadt mit seinen über 50 Kirchen wird auch als „Rom des Ostens“ bezeichnet und hat den Namen mehr als verdient, wie ich später feststellen werde. Read the rest of this entry

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